ENERGIEWENDE RUHR –

Rahmenprogramm zur Umsetzung der Energiewende in den Kommunen des Ruhrgebiets

Die Energiewende regional gestalten: Mit einem Fahrplan in die Zukunft des Ruhrgebiets

Wie kann die Energiewende regional gestaltet werden? Diese Frage diskutierten am 03. November 2016 rund 200 Teilnehmende der gleichnamigen Konferenz im SANAA-Gebäude auf Zeche Zollverein in Essen. Dabei standen die Ergebnisse der Forschungsarbeit des "Rahmenprogramms für die Umsetzung der Energiewende in den Kommunen des Ruhrgebiets" im Mittelpunkt. Diese Ergebnisse wurden vorab als "Bausteine einer Energiewende-Roadmap für das Ruhrgebiet" durch die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammengetragen und in konkrete Handlungsempfehlungen für politische Maßnahmen auf regionaler und kommunaler Ebene ergänzt.

 

» Programm


Impressionen

Fotograf: Patrick Kaut | www.patrick-kaut.de


Rückschau

Einführende Impulse gaben der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Rolf G. Heinze von der Ruhr-Universität Bochum und der Stadt- und Regionalplaner Prof. Dr. Jörg Knieling von der HafenCity Universität Hamburg. Beide hoben die Bedeutung von sich verändernden Akteurskonstellationen und Geschäftsmodellen für die Energiewende hervor. Prof. Dr. Heinze charakterisierte die Energiewende als Chance für die Region, den fortlaufenden Strukturwandel nachhaltig voranzutreiben: "Wir brauchen ein Change-Management in der Region, das unter anderem innovativen Start-ups an der Schnittstelle von Industrie und Energiedienstleistungen Entwicklungsräume verschafft." Prof. Dr. Knieling unterstrich insbesondere, dass eine erfolgreiche Energiewende Leitbilder zur Orientierung erfordere. Umso wichtiger seien in umfassenden Transformationsprozessen Akteure, die zwischen Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft vermitteln. "Wie dürfen nicht nur die technischen Infrastrukturen in den Blick nehmen, sondern auch und vor alle die mentalen Infrastrukturen." Pioniere des Wandels aus innovativen Milieus, so Knieling, spielten dabei eine zentrale Rolle.

In sechs Konferenz-Sessions am Vor- und Nachmittag kamen die Teilnehmenden zusammen, um die Energiewende im Ruhrgebiet noch detaillierter zu diskutieren: Welche Technik und Infrastruktur ist erforderlich, wie kann das Zusammenspiel von zentraler und dezentraler Energieerzeugung in der Region funktionieren? Welche sozialen, kulturellen und politischen Aspekte sind zu beachten? So vielfältig die Diskussionen zu diesen Fragen verliefen, so deutlich wurde im Abschlussplenum, wie eng die Energiewende Ruhr mit einem gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozess verknüpft ist. Um sie zielgerichtet weiter vorantreiben zu können, bedarf es einer verstärkten Abstimmung zwischen den Kommunen und eines übergreifenden Strategieprozesses. Energiewende, Siedlungsentwicklung und Mobilitätsinfrastrukturen müssen integrativ betrachtet werden. Ohne restriktive Maßnahmen werden grundlegende Veränderungen beim Energieverbrauch und im Mobilitätsverhalten zudem kaum erreichbar sein. Dennoch bietet die Energiewende große Chancen für die Region: Wenn es gelingt, sie positiv aufzuladen, können der Wirtschaftsstandort Ruhr und die einzelnen Stadtquartiere enorm profitieren.


Vorträge

Einen Großteil der Vorträge, die im Rahmen der Konferenz gehalten wurden, können Sie unter den folgenden Links herunterladen. Auf eine ausführliche Konferenzdokumentation haben wir verzichtet. Die Diskussionsergebnisse der Konferenz sind in die Broschüre "Die Energiewende regional gestalten" eingeflossen.

 

Keynotes

 

Session I: Energiewende und Energieinfrastrukturen

 

Session II: Energiewende und Siedlungsentwicklung

 

Session III: Energiewende-Governance

 

Session IV: Energiewende und regionale Strukturpolitik

 

Session V: Energiewende und Mobilität

 

Session VI: Energiewende in Stadtquartieren

 

Abschlussplenum


Ausstellung zum Projekt